Das Projekt 3Densation

Prof. A. Tünnermann, Direktor des Fraunhofer IOF in Jena, ist Sprecher der Innovationsallianz, und gibt Auskunft über Hintergründe und Ziele des Projektes.

 

Roboter mit 3D-Sensoren

Technologien für ein neues und effizientes Intralogistiksystem entwickeln – das ist das Ziel des Projekts FollowMe.

 

Hochaufgelöste Highspeed-3D-Analysen

Unter Nutzung des GOBO (GOes Before Optics)-Projektionsprinzips wurde ein System zur schnellen Erfassung von 3D-Daten entwickelt.

Mitgliederversammlung 3Dsensation - Mensch-Maschine-Interaktion kommt in der Gesellschaft an.

22.06.2016 Chemnitz

© Foto 3Dsensation
© Foto 3Dsensation

Die Akteure der Forschungsallianz 3Dsensation mit 57 Partnern aus Wirtschaft und Forschung trafen sich am 22.06.2016 zur zweiten jährlichen Mitgliederversammlung an der Technischen-Universität Chemnitz.  Prof. Andreas Tünnermann, Vorstandsvorsitzender 3Dsensation,  blickte auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Mit zahlreichen Aktivitäten, wie Messeauftritten auf der Control oder der Hannover Messe sowie dem Innovationsdialog mit der Bundesregierung wird die Mensch-Maschine-Interaktion (MMI) in die Öffentlichkeit getragen. Der Sommerbesuch des Wirtschaftsministers Sigmar Gabriel und des Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow untermauen die hohe Bedeutung der Forschungsthematik MMI für die deutsche Wirtschaft. 

Allianzziel ist es, den Bau von Demonstratoren zu forcieren, die das positive Potenzial der MMI für die Gesellschaft veranschaulichen sowie zu zeigen, wie MMI die Arbeit der Zukunft beeinflussen wird. Im Jahr 2016 wurden bisher 15 neue Mitglieder in die Allianz aufgenommen, was für die hohe Agilität von 3Dsensation spricht. Aktuelle Studien zeigen eindrucksvoll die hohe Dynamik in den Forschungsfeldern Robotik und Sensorik sowie die langfristig hohe Nachfrage für die deutsche Industrie.

Weitergehend diente die Mitgliederversammlung primär dem Austausch der aktuellen Forschungsergebnisse. Die Allianzpartner präsentierten ihre Erkenntnisse in Vorträgen und erörterten diese vertiefend am Forschungsposter. Die regen Diskussionen während der Postersession zeigten, dass sich die Forscher und Anwendungspartner vernetzen und bestenfalls neue Verbundvorhaben angestoßen haben. Zusätzlich zu den laufenden Basis- und Verbundvorhaben, welche Schlüsseltechnologien als Markttreiber entwickeln, haben sich eine Graduiertenschule und das Format Ideen-Invention-Innovation (I³) für risikoreiche Innovationsprojekte etabliert.

Von den rund 45 Millionen Euro Fördermitteln des BMBF sind derzeit noch 30 bis 40 Prozent nicht verplant. Ziel ist es, in künftigen Ausschreibungen diese bedarfsgerecht  zu vergeben. "Dabei  sollen zunehmend applikationsorientierte Projekte gefördert werden", sagte Prof. Andreas Tünnermann.

3D in Bewegung - Verbundvorhaben MuSe3h entwickelt hochdynamische, hochauflösende 3D-Sensoren

15.01.2016

© Foto INB Vision AG

Strukturierte Laserline für Stereo-Zeilensensor

Innerhalb der vom BMBF geförderten Initiative „zwanzig20 – Partnerschaft für Innovationen“ ist die Allianz 3Dsensation  angetreten, Maschinen durch innovative 3D-Technologien die Fähigkeit der visuellen Aufnahme und Interpretation komplexer Szenarien zu verleihen. Im Verbundvorhaben „Grundlegende musterprojektionsbasierte Sensorkonzepte für die hochauflösende, hochdynamische 3D-Erfassung“, kurz MuSe3h, sollen nun neue Sensorkonzepte für die hochauflösende, und gleichzeitig hochdynamische 3D-Erfassung als Basis für spezifische Sensorentwicklungen untersucht werden.

Von den beteiligten Unternehmen werden unterschiedliche Kompetenzen und Erfahrungen in das  Verbundvorhaben eingebracht. Durch die Entwicklung und die Kombination von neuartigen Technologien in der Projektion, Bildaufnahme und Datenverarbeitung sollen Geschwindigkeiten von mehr als 100 3D-Bildern/s erreicht werden. Damit lässt sich beispielsweise die Oberfläche von Objekten dreidimensional in Bewegung erfassen und auswerten. Angestrebt werden höchste Auflösungen im Mikrometerbereich.

 

Ideen-Invention-Innovationen (I³) - Tagesworkshop am Fraunhofer IOF

Im Rahmen des Basisvorhabens Ideen-Invention-Innovationen (I³) der Innovationsallianz 3Dsensation wurde am 11. Januar 2016 ein projektbegleitender Tages-Workshop für die geförderten I³-Projekte am Fraunhofer IOF in Jena durchgeführt.

Die Projektpräsentationen zeigten, dass der Anwendungsfokus radikaler Innovationsideen variiert. Es sind im Basisvorhaben I³ sowohl Basisinnovationen vertreten, die im Sinne eines Werkzeugkoffers die Grundlage für verschiedene Applikationen schaffen, als auch klar fokussierte zukünftige Anwendungen, für deren Realisierung noch hoher Forschungs- und Entwicklungsaufwand notwendig ist. Es wurde deutlich, dass teilweise ein langer Forschungsvorlauf von bis zu 10 Jahren notwendig ist,  bis radikale Innovationen marktfähig werden.  

Auf Basis der Diskussion zeigte sich ebenso, dass zusätzlich zur Innovationsentwicklung ein begleitender Prozess notwendig ist, um parallel Umsetzungskonzepte mit den Allianzpartnern zu erarbeiten. Insbesondere durch die Einbindung  von KMUs mit hoher Anwendungskompetenz könnte der Innovationsprozess verkürzt werden. Um hier weitere Partner für  die schnellere Umsetzung der Projekte zu gewinnen, empfiehlt sich die 3Dsensation Konferenz vom 22. bis 23. Juni in Chemnitz.

Insgesamt schätzten alle Teilnehmer den Aspekt der strategischen Vernetzung als indirekten Effekt dieses Expertenaustauschs. Daher wird der Workshop im September bzw. Oktober 2016 erneut durchgeführt werden.

Forschungsprogramm Mensch-Technik-Interaktion

BMBF startet Forschungsprogramm, um Technik stärker an menschlichen Bedürfnissen auszurichten | Prof. Dr. Wanka: „Wir brauchen leichtere Bedienbarkeit“

© Foto Beuth Hochschule für Technik Berlin

Einparkhilfen im Auto, Smartphones mit immer neuen Funktionen, Sensorikarmbänder für die Fitness: Intelligente Technologien begegnen uns im Alltag immer häufiger. Sie unterstützen Menschen aller Generationen und helfen vor allem Älteren, ihr Leben selbstbestimmt und mobil zu gestalten. Im Mittelpunkt des Forschungprogramms zur Mensch-Technik-Interaktion stehen die Themenfelder "Intelligente Mobilität", "Digitale Gesellschaft" und "Gesundes Leben".

Innovationsworkshop 3Dsensation

Design-Thinking-Workshop zur Identifikation der zukünftigen Marktanforderungen in den Bedarfsfeldern Produktion und Gesundheit direkt bei den Anwendern

In der Woche vom 21. bis 25. September haben Mitglieder der Allianz 3Dsensation eine Markterkundungsreise unternommen und Nutzer bzw. potenzielle Kunden kennengelernt, für die künftig Mensch-Technik Interaktionen beruflich zunehmend relevant sein werden. Diese Unternehmung, die extrem auf die künftigen Anwender fokussiert war, verfolgte ein einfaches Ziel: Erfolgreich Innovieren. Für diesen Workshop wurden verschiedene Routen ausgewählt, die uns nah an unser Problemfeld brachten. Methodisch wurde der Innovationsworkshop an das Vorgehen eines Design-Thinking Prozesses angelehnt. Diese 2003 an der Stanford University entwickelte Innovationsmethode ist heutzutage im Silicon Valley weit verbreitet und wird derzeit von europäischen Unternehmen rasant adaptiert.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel zu Besuch am Fraunhofer IOF in Jena

25. August 2015 | Fraunhofer IOF

Prof. Dr. Gunther Notni präsentiert die neue 3D-Hochgeschwindigkeitsmesstechnik des Fraunhofer IOF
© Foto Fraunhofer IOF

Prof. Dr. Gunther Notni präsentiert die neue 3D-Hochgeschwindigkeits-messtechnik des Fraunhofer IOF

Am 25. August 2015 besuchte der Bundesminister für Energie und Wirtschaft Sigmar Gabriel das Fraunhofer-Institut IOF in Jena während seiner Sommerreise durch die neuen Bundesländer. Im Fokus seines Besuches standen die Optik- und Photonikbranche, neue Modelle zur Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft sowie die Mensch-Maschine-Interaktion in zukünftigen Arbeits- und Lebenswelten.   

Im Rahmen eines Presserundganges  wurden dem Minister Forschungshighlights aus den Bereichen Luft- und Weltraum sowie der Mensch-Maschine-Kommunikation und Interaktion demonstriert. Mit besonderem Interesse blickte der Bundesminister dabei auf die neue Near-to-Eye-Datenbrille und die 3D-Hochgeschwindigkeits-vermessung des Fraunhofer IOF. An weiteren Stationen experimentierte der Bundesminister mit dem humanoiden Roboter NAO der Fachhochschule Erfurt und agierte an einem Arbeitsplatz mit visueller Montageassistenz des Fraunhofer IFF.